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Alleine reisen

So gelingt der Solo Trip

Alleine unterwegs

Das Fernweh klopft wieder an deine Tür – du träumst von exotischen Ländern, von Abenteuern, von Sommer, Sonne und Strand. Ärgerlich nur, dass niemand in deinem Umfeld gerade Zeit hat, gemeinsam mit dir eine ausgiebige Reise zu unternehmen.

Bedeutet das, du musst deine Wanderlust auf ein anderes Mal verschieben? Keineswegs! Allein unterwegs zu sein war noch nie so unkompliziert wie heutzutage. Doch so ein Solotrip ist oft mit vielen Unsicherheiten verbunden – werde ich Anschluss finden? Muss ich um meine Sicherheit fürchten? Was, wenn am anderen Ende der Welt auf einmal alles schief läuft, und mir niemand helfen kann?

All das sind berechtigte Ängste, die sich jedoch durch entsprechende Vorbereitung und ein bisschen Vorausschauen unterwegs ganz einfach aus dem Weg räumen lassen. Eine Reise alleine ist nämlich vor allem eins: Ein großes Abenteuer, das du nie mehr vergessen wirst.

Mit unseren Tipps steht deinem perfekten Solotrip jedenfalls nichts mehr im Wege.

1 | Lass dich nicht einschüchtern

Sobald du deiner Familie und deinen Freunden von deinem Vorhaben berichtest, werden dir wahrscheinlich erstmal viele Bedenken entgegenkommen. Es ist toll, dass alle dich lieben und sich Sorgen um dein Wohlergehen machen, aber lass dich nicht durch ihre Ängste von deinem Vorhaben abbringen. Stattdessen, nimm ihnen die Zweifel, indem du ihnen ganz in Ruhe erklärst, was du planst und warum alles gut gehen wird. Und wer weiß? Vielleicht sind sie nach deinem Abenteuer so inspiriert, dass sie selbst schon bald auf ihren ersten Solo Trip gehen wollen.

2 | Wähle dein Reiseland mit Bedacht

Gerade für deinen ersten Trip alleine solltest du dir gut überlegen, wo es hingehen soll. Ein Land, indem dich erstmal ein ordentlicher Kulturschock und eine unüberwindbare Sprachbarriere erwarten, können schnell zur Überforderung werden, wenn du dann auch noch mit Heimweh zu kämpfen hast. Stattdessen, verbringe doch erstmal ein paar Tage irgendwo in einer europäischen Stadt. Wenn du dann merkst, dass du mit dem Alleinreisen super zurecht kommst, kannst du voller Selbstvertrauen den Backpack aufschnallen und ein paar Wochen durch Südostasien tingeln.

3 | Gute Planung ist das A und O

Was während eines Gruppentrips schon hilfreich sein kann, ist als Alleinreisende eigentlich unverzichtbar: Ein Mindestmaß an Vorausplanung. Wie wirst du vom Flughafen zum Hotel kommen, wenn dein Flugzeug erst mitten in der Nacht landet? Wie zentral liegen deine Unterkünfte, damit du nachts nichts mehr in irgendwelchen Randbezirken unterwegs sein musst? Hast du mehrere Bankkarten dabei für den Fall, dass dir eine Abhanden kommt? Ist man zu zweit unterwegs, kann man einander im Notfall aushelfen, bist du auf dich gestellt, ist es oft etwas komplizierter. Lege dir deswegen immer einen Plan B zurecht.

4 | Sichere dich finanziell ab

Desto mehr Geld du während deiner Reise zur Verfügung hast, desto entspannter kannst du mit verschiedenen Situationen umgehen. Du stehst nachts auf einmal im Nirgendwo und weißt nicht, wie du nach Hause kommen sollst? Dann rufe dir ein Taxi und stress dich nicht wegen den paar Euro mehr. Du fühlst dich nicht wohl dabei, alleine die Stadt zu erkunden? Dann buche doch erstmal eine Gruppentour. Für solche Fälle solltest du immer ein paar Reserven in der Reisekasse haben.

5 | Überfordere dich nicht

Du musst niemandem etwas beweisen – egal, was deine viel gereisten Bettnachbarn im Hostel von ihren Solo-Abenteuern erzählen. Gerade während deiner ersten Solotrips solltest du dich nicht unter Druck setzen, irgendetwas ausprobieren oder irgendwen beeindrucken zu müssen. Sich aus seiner Komfortzone zu begeben ist gesund und wird dich weiter bringen, dich auf gefährliche Situationen einzulassen, nur weil du dich nicht traust „Nein“ zu sagen oder das Gefühl hast, dass alle anderen das doch auch machen, wird dir am Ende nur ein schlechtes Gefühl geben. Mach dein Ding genau so, wie du es für richtig hälst, denn darum geht es doch beim Alleinreisen. 

6 | Finde Gleichgesinnte

Das Tolle am Internet ist doch, dass man immer irgendwo im World Wide Web genau die Menschen findet, die genauso ticken wie man selbst – und in den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Boom um Soloreisende entwickelt. Es gibt Facebookgruppen, Blogs und Foren, in denen du Ratschläge sammeln und Fragen stellen kannst. Und wer weiß? Vielleicht triffst du dich mit ein paar der abenteuerlustigen Soloreisenden schon bald am anderen Ende der Welt?

7 | Höre auf dein Bauchgefühl

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wenn du dich an einem Ort unwohl fühlst oder bei einer Begegnung eine miese Vorahnung verspürst, ist dir niemand böse, wenn du einfach gehst. Bist du zum ersten Mal mit einer dir fremden Gruppe unterwegs, dann informiere vorher jemanden (z.B. die Menschen an der Rezeption deines Hostels) wohin du gehst, mit wem und wann du voraussichtlich zurück sein wirst. Bringe auch dein Handy mit für eventuelle Notfälle. Ansonsten gilt aber: Entspann dich. Hab Spaß. Wenn du ein bisschen gesunden Menschenverstand mitbringst, kannst du gefährliche oder unangenehme Situationen in der Regel problemlos umgehen.

8 | Übertreibe es nicht

Sich amüsieren und auch mal Party machen, das ist völlig in Ordnung. Du solltest es aber auf keinen Fall übertreiben. Wenn du deine persönlichen Grenzen überschreitest, ist nicht nur der anschließende Reisetag mit einem unangenehmen Kater ruiniert, du kannst dich auch schnell in gefährliche Situationen bringen. Generell gilt, was auch in der heimischen Disko wichtig ist: Achtet beim Feierngehen aufeinander, lass deine Getränke nicht unbeaufsichtigt stehen, kenne deine Grenzen und gehe mit niemandem mit, sondern nimm im Zweifelsfall ein Taxi nach Hause.

9 | Sorge für den Notfall vor

Manchmal passiert es eben doch: Du wurdest beklaut. Der Automat hat deine Bankkarte einbehalten. Du hast dich verlaufen und völlig die Orientierung verloren. All diese Fälle sind nur halb so dramatisch, wenn du vorgesorgt hast. Das Bargeld solltest du an unterschiedlichen Stellen am Körper tragen, so hast du wenigstens noch genug für den Bus zum Hostel und einen Anruf von der Telefonzelle, damit du Hilfe anfordern kannst. Mehrere Karten solltest du ohnehin mit auf Reisen nehmen, denn es kann immer passieren, dass ein Automat eine davon nicht akzeptiert oder dir dein Portmonee abhanden kommt. Ein Handy mit einer landesüblichen Prepaid Karte solltest du ebenso bei dir tragen - so kannst du im Notfall Hilfe anfordern. Es empfiehlt sich, ein paar Nummern auf einem Zettelchen zu notieren und am Körper zu tragen – Krankenwagen, Polizei vor Ort und die Rufnummer des Hostels können wichtig sein. Schreib sie aber wirklich auf – ein Stück Papier wird weder so schnell geklaut wie ein Smartphone, noch kann ihm nach einem langen Tag der Akku ausgehen. 

10 | Stärke dein Selbstbewusstsein

Wer selbstsicher auftritt, der wird viel seltener zur Zielscheibe. Und auch für dein eigenes Gefühl ist es sicherlich hilfreich, wenn du dich Situationen nicht hilflos ausgeliefert fühlst, sondern schon vorab weißt, wie du reagieren kannst. Schon mal darüber nachgedacht, einen Kurs zur Selbstverteidigung oder einem Kampfsport in deiner Freizeit zu belegen? Macht Spaß, ist ein super Fitnesstraining und gibt dir die Sicherheit, dass du im Zweifelsfall weißt, wie du dir helfen kannst.

11 | Lerne ein paar Brocken der Landessprache

In den meisten Großstädten rund um den Globus kommst du im Touristenalltag mit Englisch ganz gut über die Runden, doch wer mehr sehen und erleben will oder sich außerhalb der Sightseeing Hotspots bewegt, der kann schon mal konfrontiert werden mit dem Problem, dass ihn auf einmal niemand mehr versteht. Nicht nur wird es in der Regel mit Begeisterung aufgenommen, wenn du als Fremder dir die Mühe gemacht hast, ein paar Brocken der Landessprache zu lernen, im Notfall kannst du so auch schneller um Hilfe bitten.

12 | Nimm dir Zeit für dich

Die größte Sorge vieler erstmalig Alleinreisender ist es, keinen Anschluss zu finden. In der Regel eine völlig unbegründete Angst, viel häufiger tritt nämlich das Gegenteil ein: Man beginnt schon im Bus zum Hostel mit dem Backpacker neben einem zu quatschen, im Hostel trifft man laufend neue Menschen und aus dem Smalltalk wird schnell ein gemeinsamer Kochabend oder eine Kneipentour. Auf einmal ist man so oft von Menschen umgeben, dass die Beschreibung „Soloreisende“ eigentlich gar nicht mehr zutrifft. Ein Tipp für dich: Zieh dich auch manchmal ganz bewusst aus dem Trubel heraus. Verbringe Zeit nur mit dir selbst. Lese ein Buch. Hänge deinen Gedanken nach. Geh abends ganz allein in ein Restaurant. Die Wahrnehmung verändert sich, wenn man allein unterwegs ist. Und die Erfahrung, dass man sich auch mal selbst genug sein kann, ist befreiend und macht dich nach deiner Reise viel selbstbewusster.

13 | Heimweh ist voll in Ordnung

Die zweitgrößte Angst von Soloreisenden ist oft, dass einen fieses Heimweh überkommt, das man einfach nicht abschütteln kann, ganz egal wie schön die Natur ist und wie spannend das Land, indem man sich befindet. Ein Allheilmittel gegen dieses Gefühl gibt es nicht. Ob du der Typ bist, der in so einem Falle Ablenkung braucht oder eher Zeit für sich, weißt du selbst am besten. Mache dir aber unbedingt bewusst, dass das keine Einsamkeit ist, die du empfindest, sondern dass du nur temporär allein bist. Dass Zuhause deine Familie und Freunde warten und schon gespannt sind auf deine Geschichten. Und auch hier gilt: Lass das Gefühl zu. Setze dich nicht unter Druck. Alleinreisen heißt auch, sich selbst besser kennen zu lernen. So lange du nicht sofort alles hinschmeißt, ist es voll in Ordnung, ein paar Tage seinen Gedanken nachzuhängen.

14 | Führe ein Reisetagebuch

Viele Menschen unterschätzen vor der ersten Soloreise, wie schön es ist, große Momente zu teilen mit einem Menschen, der einem vertraut ist. Beim Reisen reihen sich diese erinnerungswürdigen Momente praktisch permanent aneinander - doch teilen kann man sie als Alleinreisender nur schwer. Auch wenn du deinen Freunden Zuhause erzählst, wie unglaublich ein Erlebnis war, dabei waren sie eben nicht. Umso wichtiger, dass du all deine Erinnerungen und Gedanken fest hälst, damit du sie auch im Anschluss nicht vergisst. Ob du das lieber in einem öffentlichen Blog oder im Rahmen eines privaten Tagebuchs machst, bleibt dabei ganz dir überlassen.

15 | Genieß die Zeit

Soloreisen ist eine einzigartige Erfahrung und es gibt keinen Grund, warum du dich wegen kleiner Ängste und Selbstzweifeln davon abhalten lassen solltest. Die Erkenntnis, dass du Dinge ganz allein durchziehen kannst und in keiner Weise von anderen abhängig bist, wenn es darum geht, deine Träume zu leben, ist eine Erfahrung, die dich für immer prägen wird.

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