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10 Orte in Australien

die du besuchen solltest (Teil 2)

10 Orte in Australien - Teil 2

Mit dem Zug durch das Outback, der Uluru, Tasmanien, die Blue Mountains und die Kimberleys: alle Infos zu diesen Australien-Highlights im zweiten Teil von "10 places to go in Australia".

6 | Mit dem Zug durchs Outback

Wirf alle Deutsche Bahn-Vorurteile über Bord, lass den Campervan mal eine Weile stehen und steig ein, zu einem Reiseerlebnis der besonderen Art: Jedes Land hat seine Eisenbahnklassiker und die Seele des Volkes fährt Zug. Du musst nicht mal den „Mord im Orient-Express“ lesen, um ein wenig in der Zeit zu reisen.

Ghan: Der historische Fernverkehrszug Ghan (Jungfernfahrt 1929) verbindet Darwin im Norden mit Adelaide im Süden. In 45 Stunden durchquerst du auf der 2979 Kilometer langen Strecke das Herz Australiens mit einem Zwischenstopp in Alice Springs. Der Name Ghan soll an die afghanischen Kameltreiber erinnern, die seinerzeit den Bau der Strecke ermöglicht haben. Zur Fertigstellung wurden alle Kamele freigelassen und ihre Nachkommen ziehen heute immer mal wieder am Zugfenster vorbei.

Indian Pacific / Red Kangaroo: Nicht weniger komfortabel bist du im Red Kangaroo-Abteil des Fernzugs Indian Pacific unterwegs. In drei Tagen legt der Zug die 4352 Kilometer lange Strecke von Cairns nach Perth zurück, und verbindet dabei den Pazifik im Osten mit dem Indischen Ozean im Westen. Zweimal pro Woche tuckert der Indian Pacific mit durchschnittlichen 85 km/h durch rotes Land, vorbei an Geisterstädten und natürlich Kamelen.

Sunlander Express: Als grünes Kontrastprogramm bringt dich der Sunlander Express durch Regenwald, Ananas-Plantagen und Zuckerrohrfelder von Brisbane nach Cairns.

7 | Uluru

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Australien ist wohl der Ayers Rock oder Uluru, wie die Aborigines ihren heiligen Berg nennen. Ob schummrig braun oder leuchtend rot, der Uluru erhebt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit majestätisch über sein Umland und lässt keinen Zweifel an seinem Heiligenstatus aufkommen. Der 350 m hohe und bis zu 2 km breite Monolith zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die lokalen Anangu Aborigines leben seit 10.000 Jahren im spirituellen Radius ihres Berges, mit den zahlreichen Felszeichnungen stellt er die wichtigste Kultstätte in der Kultur der australischen Ureinwohner dar.

Als erster Europäer kam 1873 William Gosse hierher und nannte den Berg Ayers Rock, nach dem südaustralischen Premierminister Sir Henry Ayers. In den letzten Jahren hat sich jedoch wieder der ursprüngliche Name der Aborigines durchgesetzt. Es mögen viele Wege nach Rom führen, aber nur eine asphaltierte Straße führt durchs staubige Outback zum Uluru, der umgangssprachlich direkt neben Alice Springs liegt, was dann aber doch noch mal 340 Kilometer Luftlinie bedeutet. Du wirst bald merken, dass Entfernungen in Australien eine andere Bedeutung haben. Du kannst den Kata Tjuta Nationalpark inklusive Uluru mit einem entsprechendem Campervan und Ausrüstung auch selber erkunden. Aber von den saftigen Nationalpark-Gebühren mal abgesehen, ist es in diesem abgeschiedenen Teil der Welt ratsam, eine geführte Tour zu machen.

Ayers Rock mit SonnenaufgangWillkommen in Alice SpringsAyers Rock vom NahenMit dem Auto zum Ayers Rock

Mit den gängigen Airlines (Jetstar, Qantas, Virgin Australia (Virgin Blue), TigerAir) kannst du bequem nach Alice Springs fliegen. Von dort gibt es unzählige Tour-Anbieter, die dir in zwei bis zehn Tagen das volle Programm bieten: Sonnenuntergang am Uluru, Schlafen unterm Sternenzelt, ein waschechtes Outback-BBQ und Wanderungen im Kata Tjuta Nationalpark.

Bei einem Besuch ist es wichtig, sich respektvoll zu verhalten. Eine Besteigung des Heiligen Berges käme einer Entweihung der heiligen Stätte gleich (es wäre für uns ja auch respektlos, wenn Touristen am Kölner Dom herumklettern würden). Von einem Mitbringsel in Form von Steinen oder Sand solltest du ebenfalls absehen. Das Phänomen, des vom Unglück verfolgten Touristen ist mittlerweile unter dem Namen „Sorry Rocks“ bekannt. In den letzten 30 Jahren erreichten unzählige Pakete mit mehreren hundert Kilogramm Gestein den Nationalpark, mit der Bitte um Rücknahme. Die beigelegten Briefe der reumütigen Steindiebe kommen größtenteils aus Australien, Großbritannien, Amerika und Deutschland, und erzählen von Krankheiten, Pechsträhnen, Unglücksfällen und Scheidungen seit dem Mitnehmen der Steine. Eine Reise zum Uluru wird dir auch ohne Souvenir im Gedächtnis bleiben und den roten Sand hast du sowieso noch eine Weile im Rucksack.

8 | Tasmanien

Der grüne Smaragd des Roten Kontinents, auch liebevoll "Tassie" genannt, ist die größte Insel Australiens. Die Hälfte ihres Gebietes wurde zum Nationalpark erklärt und die meisten Menschen verteilen sich in und um die koloniale Hauptstadt Hobart. Berühmteste Bewohner sind die auf dem Festland bereits ausgestorbenen Tasmanischen Teufel, deren treffender lateinischer Name „Beutelhund mit Wolfskopf“ bedeutet. Aber auch die Wallabys, was im allgemeinen alle kleineren Känguru-Arten umfasst, scheinen sich dort wohl zu fühlen. Neben guten Flugverbindungen kannst du Tasmanien auch bequem mit der Fähre von Melbourne aus erreichen. Ein paar Pullis und festes Schuhwerk solltest du für Tassie im Gepäck haben. Die Natur ist wild und das Klima rau. Gerade auf den Hochebenen kann man alle Jahreszeiten an einem Tag erleben. Gut 3000 Kilometer südlich liegt die Antarktis – viel weiter weg von zu Hause könntest du gar nicht sein.

Bay of Fires in TasmanienTasmanien OstküsteTasmanien Bay of FiresTasmanien Wineglass Strand

9 | Blue Mountains

Bei einem Ausflug ins Grüne kann man schon mal sein blaues Wunder erleben: Das Kalksteingebirge der bis zu 1000m hohen Blue Mountains, dessen Ausläufer 60 Kilometer westlich von Sydney beginnen, ist mit 90 verschieden Eukalyptus-Arten weltweit einzigartig. Die Blätter verdunsten ein ätherisches Öl, das im Nebel über den Bergen im Tageslicht bläulich schimmert. Neben Entdeckungstouren rund um die berühmte Felsformation „Three Sisters“ ist das sogenannte Canyoning bei Abenteuerlustigen besonders beliebt. Die spaßversprechende Kombination aus Buschwandern, klettern, abseilen, schwimmen und Cliff springen, führt dich direkt ins blau-grüne Herz der Berge. Vor Ort, in Katoomba, kann man gute Touren mit der entsprechenden Ausrüstung buchen. Das Gebirge wurde früher von den Aborigines besiedelt und so können Besucher außerdem die Fels-, Ocker- und Holzkohlezeichnungen der Ureinwohner auf einem gut ausgebauten Wanderwegenetz bestaunen.

Blue Mountains Nationalpark in AustralienAusblick über den Canyon des Blue Mountain NationalparksDie Three Sisters Felsen im Blue Mountain NationalparkAusblick auf den Canyon des Blue Mountain Nationalparks

Beinahe so ungewöhnlich wie blauer Nebel ist der Anblick von weißen Flocken in Australien. Tatsächlich kannst du in den Snowy Mountains von Juni bis Oktober nach Herzenslust die Pisten hinunter fahren. Die "Snowies" liegen südwestlich von Canberra und bilden mit dem 2228 Meter hohen Mount Kosciuszko das höchste Gebirge auf australischem Festland.

10 | Kimberley

Der wilde Nordwesten Australiens wird von vielen als der geheimnisvollste und landschaftlich reizvollste Ort des Landes angesehen. Wenn du abseits der Touristenpfade unterwegs sein willst, sind die Kimberleys eure Adresse. Rund 420.000 Quadratmeter Wildnis, 40.000 Einwohner und 20 Tankstellen. Fernab jeglicher Zivilisation ist eine geführte Tour meist die einzige Möglichkeit, diesen Teil Australiens zu entdecken. Die Straßen sind teilweise holprige Schotterpisten und das Busunternehmen Greyhound stellt eines der wenigen allgemein zugänglichen Verkehrsmittel in dieser Region dar. Mit dem Flugzeug kannst du von allen australischen Großstädten nach Broome fliegen und von dort dein Abenteuer Kimberley starten. Bei guten Veranstaltern führen dich alteingesessene Aborigines entlang traditioneller Songlines durch ihre Heimat, erklären die mythologischen Bedeutungen der Felsenmalereien, offenbaren versteckte Oasen, und erzählen am Lagerfeuer von den Geistern ihrer Urahnen. Kein Wunder, dass große Teile des Films „Australia“ in dieser unberührten Gegend gedreht wurden.

Diese Liste könnte genauso gut "Top 100 places to go" heißen und wäre immer noch weit von vollständig entfernt, aber die versteckten Lagunen und einsamen Inseln wirst du auch von selbst entdecken.

Es gibt noch mehr zu entdecken beim Work and Traveller

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