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Typisch neuseeländisch

Das sind die Neuseeland-Klischees

SO TICKEN DIE NEUSEELÄNDER

Neuseeland, das sind nicht nur Schafe, Hobbits und Bungy-Jumper. Aber trotzdem gibt es ein paar Eigenarten des Landes und Vorlieben seiner Bewohner, bei denen man sagen kann: Typisch neuseeländisch!

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ALL GOOD MATE!

Das wichtigste zu Beginn: Neuseeländer sind freundlich und „easy going“, outdoor-versessen und Geld und Status zu zeigen, nicht so üblich. Das zeigt sich auch an ihrem Dresscode: Gum Boots (Gummistiefel) gelten offiziell als „Kiwiana“ (ein Gegenstand oder Brauch, der die neuseeländische Identität ausmacht), da sie auf der Insel mit den vielen Farmen oft und verbreitet Anwendung finden. In Taihape auf der Nordinsel wurde dem Gummistiefel sogar ein Denkmal gesetzt: Ein überdimensionaler Gum Boot aus Wellblech!

Aber auch sonst lieben die Neuseeländer ihre gemütliche Fußbekleidung: Flip-Flops werden am anderen Ende der Welt Jandals genannt – eine Abkürzung von „japanese sandals“ - und sind das beliebteste Schuhwerk im Sommer. Es ist aber auch bei entsprechendem Wetter weit verbreitet barfuß zu gehen. So ist es nicht außergewöhnlich Neuseeländer „unten“ ohne in der Stadt, im Supermarkt oder sogar auf Wanderwegen anzutreffen. Der Weg zum nächsten Strand ist aber auch nie weit.

MARMITE VS. VEGEMITE

Neuseeländer lieben ihre Küche und ihre besonderen Spezialitäten. Als erstes muss man sich entscheiden: Marmite oder Vegemite? Beides sind pikante, dunkelbraune Brotaufstriche. In Farbe und Geschmack ähneln sie sich sehr, kommen aber von zwei unterschiedlichen Herstellern. Marmite wird von einer britischen Firma prodiziert, Vegemite von einer australischen. Geschmacklich lassen sie sich in etwa als „streichfestes Maggi“ beschreiben. Zuerst gewöhnungsbedürftig, geben sie einen salzig, würzigen Geschmack zu Käse oder Tomaten und sollen angeblich sogar helfen, die Stiche der berüchtigten „sandflys“ (Sandfliegen) zu reduzieren!

Ein weiteres Lieblingsessen und auch prima Snack für zwischendurch sind „Pies“. Das sind pikante Pastetchen, die mit Hackfleisch, einer Art Gulasch oder auch Curry-Hähnchen gefüllt sind. Man findet sie in jeder Bäckerei und in jedem Kiosk. Die beliebteste Pie in Neuseeland ist Mince & Cheese, also Hackfleisch mit Käse.

Aber in Neuseeland mag man auch seine Süßspeisen: Besonders zu Weihnachten beliebt ist Pavlova – eine meist mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus Baiser. Schmeckt unglaublich gut, ist unglaublich süß und hat (leider) auch unglaublich viele Kalorien! Auch kleine karamell-ähnliche Bonbons erfreuen sich großer Beliebtheit: Hokey Pokeys. Meistens werden sie mit Eis gegessen oder der Einfachheit halber direkt als Hokey Pokey Eis angeboten.

Das „Nationalgetränk“ der Neuseeländer heißt L & P. Die Zitronenlimonade ist ein nur in Neuseeland erhältlicher und sehr beliebter Softdrink. Die Buchstaben stehen für Lemon & Paeroa, da das Getränk ursprünglich mit Zitronensaft und in dem kleinen Ort Paeroa hergestellt wurde. Eiskalt ist es herrlich erfrischend und eine interessante Abwechslung zu herkömmlicher Limonade. Und auch der Ort Paeroa hat seinem Namensvetter ein Denkmal gesetzt: natürlich eine riesige L & P Flasche!

SCHAFE SOWEIT DAS AUGE REICHT

Was ist das berühmteste Tier Neuseelands? Natürlich der Kiwi! Das Nationaltier der Insel ist ein nachtaktiver, flugunfähiger Vogel mit einem langen, gebogenen Schnabel. In Neuseeland nennt man ihn kiwi-bird, um ihn sprachlich von der Frucht Kiwi (kiwi-fruit) und dem Volk der Neuseeländer abzusetzen, die sich selbst stolz „Kiwis“ nennen. Wenn man sich die possierlichen Tiere nicht in einem Zoo anschaut oder nachts in einer Kiwischutzzone auf eine Kiwi-Safari geht, bekommt man vom Aushängeschild und Namensgeber einer ganzen Nation aber nicht viel zu sehen.

Viel häufiger sieht man Schafe. Eigentlich so ziemlich überall. Neuseeland führt in der Rubrik „Schafe per Einwohner“ die Weltrangliste an. Mit ungefähr 10 Schafen pro Kopf hat das Land also wesentlich mehr Schafe als Einwohner – die Zahlen gehen aber seit Jahren kontinuierlich zurück.

Noch häufiger, aber wesentlich unbeliebter ist das Possum. Die eigentlich sehr niedlich anzusehenden Pelztiere wurden wie so viele Tierarten in Neuseeland im 19. Jahrhundert eingeführt, um die Fellindustrie aufzubauen. Allerdings haben sie dort keine natürlichen Fressfeinde, daher sind sie mittlerweile ein Problem für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt geworden. Besonders für flugunfähige Vogelsorten wie den Kiwi sind Possums eine echte Bedrohung, weil sie deren Eier und Jungtiere fressen. Da die Beuteltiere nachtaktiv, aber ziemlich träge sind, sieht man sie häufig überfahren am Straßenrand liegen. Ein Restaurant nutzte den Umstand, um für seine Gerichte aus Possumfleisch humorvoll mit Namen wie „Roadkill of the Day“ (überfahrendes Tier des Tages) oder „Headlights Delight“ (Scheinwerfer-Gaumenschmaus) zu werben.

NATIONALSPORT RUGBY

Rugby ist für Neuseeländer was für Deutsche der Fußball ist. Freunde und Familien setzen sich abends zusammen, um die Übertragung der Spiele im Fernsehen zu sehen. Die Nationalmannschaft, die „All Blacks“, ist die erfolgreichste Rugbymannschaft der Welt. Ihre Spieler werden verehrt, sie erhalten lukrative Werbeverträge und sind kleine Nationalhelden. Wer kennt nicht die eindrucksvolle Gänsehaut-Performance der All Blacks, wenn sie vor internationalen Spielen den Haka (einen Kriegstanz der Maori) aufführen, komplett mit Drohgebärden, lautem Stampfen und Schreien, heraushängender Zunge und rollenden Augen. Da kann einem schon etwas mulmig zumute werden und man ist froh, dass es diese ganz in schwarz gekleideten Kampfmaschinen auf jemanden anderen abgesehen haben. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich auf jeden Fall mal ein Rugby-Spiel live ansehen!

Es gibt in Neuseeland aber auch noch andere beliebte Sportarten, wie zum Beispiel Cricket und Eishockey. Wegen der einzigartigen Lage Neuseelands mit seinen unterschiedlichen Landschaften sind aber auch Wasser- und Bergsportarten sehr verbreitet und auch Golf erfreut sich dank der vielen großzügigen Golfplätze, die nicht teuer sind, großer Beliebtheit.

Besonders wegen der steigenden Anzahl an Backpackern hat sich Neuseeland aber auch zum Mekka für Adrenalin-Junkies gemausert. So gibt es überall auf den Inseln Angebote für Bungy-Jumping, Fallschirm-Springen („sky-diving“), Rafting oder Paragliding.

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