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Australiens Westküste

Warum du den wilden Westen nicht verpassen solltest!

12 Gründe die für die Westküste sprechen

Die meisten Work and Traveller verschlägt es nach Ihrer Ankunft in Down Under erst einmal an die viel belebte Ostküste, den pulsierenden Süden rund um Melbourne mit der Great Ocean Road, den tropischen Norden mit seinen faszinierenden Nationalparks oder eben in das sagenumwobene Outback mit dem Uluru als beliebtestes Reiseziel. Die Westküste hingegen lassen oftmals gerade jüngere Backpacker völlig zu Unrecht außen vor. Doch gerade der Wilde Westen hat so viel zu bieten, was der Rest Australiens nicht unbedingt vorweisen kann. Hier sind 12 Gründe, weshalb es sich ganz sicher lohnt die Westküste Australiens zu bereisen:

1 | Typisch Australien

Während die Ostküste Australiens doch sehr dicht besiedelt ist und man schon länger nach einem Strand oder einem anderen schönen Spot suchen muss, den man ganz für sich alleine hat, bietet die Westküste genau das, was man sich eigentlich vom typischen Australien vorstellt – endlose Weiten, markante Landstriche, einsame Traumstrände. Das Freiheitsgefühl kann man im Westen auf jeden Fall deutlich besser erfahren als an der Ostküste, wo doch alles sehr viel turbulenter zugeht. Am besten kann man dieses Gefühl natürlich mit seinem eigenen Auto ausleben, da die Entfernungen schier unendlich scheinen und die Road Trips entlang der Küste sehr viel Abenteuer-Potential mit sich bringen. In ganz Western Australia, was sieben Mal so groß wie Deutschland ist, leben gerade einmal 2 Millionen Menschen (davon 1,7 Millionen im Großraum Perth). Man hat die Straßen und Tracks also die meiste Zeit für sich alleine und kann sich an der vorbeiziehenden, unberührten Natur erfreuen.

>> Es gibt noch mehr das typisch Australien ist!

2 | Ningaloo Reef - Schnorcheln direkt am Strand

Schnorcheln am Ningaloo Riff mit SchildkröteFische und Korallen beim Schnorcheln am Ningaloo Riff

Ja, auch die Westküste hat ein beeindruckendes und vielfältiges Riff zu bieten. Natürlich ist das Ningaloo Reef bei weitem nicht so groß und bekannt wie das Great Barrier Reef– doch hat es einen ganz entscheidenden Vorteil! Denn beim Ningaloo Reef kann man direkt von den Stränden des Festlandes aus in die bunte Unterwasserwelt eintauchen und muss nicht wie an der Ostküste teure Touren aufs Meer oder zu bestimmten Inseln buchen. Man kann sich also den ganzen Tag beispielsweise an die schönen und wenig überlaufenen Strände des Cape Range National Parks legen und immer wenn man Lust hat ein paar Meter weiter durch die Korallen des Ningaloo Reef schnorcheln. Normalen Touristen wird dabei kaum ein Unterschied zum Great Barrier Reef auffallen. Beide Riffe können mit einer Vielzahl von farbenfrohen und unterschiedlichen Korallenarten, einer großen Artenvielfalt von exotischen und tropischen Fischen und natürlich mit den beliebten Meeresschildkröten dienen.

>> Tauchen & Schnorcheln in Australien

3 | Walhaie - Schwimmen mit den größten Fischen der Welt

Ein Gänsehauterlebnis, welches man auf gar keinen Fall verpassen darf, ist die Teilnahme an einer Walhai-Tour an der Coral Coast. Von Ende März bis Ende Juli besuchen die sanften, bis zu 15 Meter langen Riesen die Küsten um Exmouth und Coral Bay. Zugegeben – die Touren sind mit etwa 350 australischen Dollar nicht ganz günstig. Doch jeder, der die Möglichkeit auf diese Wahnsinns-Erfahrung hat, sollte sie auch unbedingt wahrnehmen. Walhaie sind Plankton-Fresser (also komplett ungefährlich) und lassen sich gemütlich und umgeben von zahlreichen Pilotfischen durch den Ozean treiben.  Es ist ohne zu übertreiben einfach ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man vom Boot springt, ins Wasser eintaucht und eines dieser wundervollen Exemplare direkt vor sich hat. Nach dem ersten „Wow-Moment“ hat man nun die Gelegenheit für einige Zeit mit diesem wunderschönen Tier durch den indischen Ozean zu schwimmen und es genauer zu beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis, welches in Australien nur an der Westküste möglich ist.

4 | Karijini National Park

Der Karijini National Park gehört für  viele Australien-Kenner zu den schönsten und beliebtesten Spots ganz Australiens. Dafür lohnt es sich auch zwischen Exmouth und Port Hedland den Coastal Highway zu verlassen und einen Abstecher durch das Landesinnere zu machen. Der Nationalpark lädt mit vielen grandiosen Schluchten und Wasserfällen mit natürlichen Pools zum Wandern, Klettern, Rutschen und Baden ein, so dass man hier gut und gerne ein paar Tage ausspannen und einfach nur die wundervolle Natur genießen kann. Alles in allem ist der Park mit seinen rost-rot-braunen Bergen eine extrem charakteristische und spektakuläre Kulisse dieses roten Kontinents und im Gegensatz zu den ähnlichen Nationalparks in der Kimberley-Region auch problemlos mit einem normalen 2WD-Wagen zu erreichen.

5 | Perth - die einsamste Hauptstadt der Welt

Perth ist die pulsierende Hauptstadt und auch die mit Abstand größte Stadt Western Australias. Sie ist näher an Singapur als an Sydney und drum herum ist nicht viel, daher wird sie oft als einsamste Großstadt der Welt beschrieben. Und auch wenn es sich um eine Großstadt handelt, ticken hier die Uhren anders. Perth besitzt im Gegensatz zu den Millionenstädten im Osten nochmal einen ganz eigenen, besonderen Charme und hat zudem von allen Großstädten Australiens die meisten Sonnenstunden im Jahr. Diese Stunden kann man entweder entlang des imposanten Swan Rivers, im Kings Park (einer der größten Stadtparks der Welt) oder an einem der vielen Traumstrände der Stadt verbringen. Der entspannte australische Lebensstil ist zwar über den ganzen Kontinent verbreitet, aber in Perth scheint dieser nochmal besonders ausgeprägt zu sein. An jeder Ecke trifft man freundliche und hilfsbereite Einwohner, was die Stadt bei Touristen und vor allem Backpackern so beliebt macht. Auch gilt sie als Kunst- und Kulturhauptstadt Australiens, wovon man sich in den zahlreichen Museen und Ausstellungen ein genaues Bild machen kann. Wer schon mal in Perth ist, sollte unbedingt die 11 Kilometer vorliegende, autofreie Insel Rottnest Island besuchen. Hier kann man die Insel mit dem Fahrrad erkunden, an einsamen Stränden entspannen und sich an den zahlreichen, putzigen Quokkas (Kurzschwanzkängurus) erfreuen.

Sykline von Perth beim SonnenuntergangDer Scarborough Beach bei Perth

6 | Monkey Mia und die wilden Delfine

Die Erfahrungen, die Australienreisende mit der Sichtung beziehungsweise der Begegnung von Delfinen machen, sind sehr unterschiedlich. Manche bekommen gefühlt bei jedem Strandbesuch Exemplare dieser wundervollen Tierart zu sehen, andere wiederum haben nach Monaten noch keinen einzigen, wildlebenden Delfin zu Gesicht bekommen. Wer also auf Nummer sicher gehen, garantiert ein paar wilde „Flipper“ vom Nahen begutachten und diese wohlmöglich auch füttern möchte, muss sich in das gemütliche Resort von Monkey Mia aufmachen. Im UNESCO-Welterbe der Shark Bay gelegen besuchen hier mit Nahe 100 prozentiger Wahrscheinlich jeden Morgen und Vormittag wildlebende große Tümmler den schönen Strand des Resorts und können dabei unter der Aufsicht der Rangers von Touristen per Hand gefüttert werden. Einen Abstecher auf die Halbinsel sollte man sich daher nicht nur wegen diesem Naturschauspiel keinesfalls entgehen lassen.

7 | Shell Beach in der Shark Bay

Was, Haie? Keine Sorge, in der Shark Bay tummeln sich meist wilde Delfine. Doch die Shark Bay kann mit einem ganz besonderen Strand dienen, den es in dieser Form sonst nirgendwo gibt – der Shell Beach, ein etwa 40 km langer Strand, der komplett aus kleinen Herzmuscheln besteht. In über 6000 Jahren haben Wind und Wellen diesen Unmengen an Schalen an die Küste angeschwemmt, sodass sich inzwischen eine 10 Meter dicke Schicht mit Milliarden von Muschelschalen angesammelt hat. Ein beeindruckender Spot, an dem man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen kann.  Wenige Kilometer weiter südlich kann man außerdem ein weiteres beeindruckendes Naturphänomen bestaunen. Dort kann man im Hamelin Pool nämlich die ältesten lebenden Organismen der Erde beobachten! Ja genau – die hier vorkommende Stromatholithen-Kolonie (biogene Sedimentgesteine) gehört tatsächlich zu den ältesten, bekannten Lebensformen der Erde, findet hier durch den hohen Salzgehalt perfekte Lebensbedingungen vor. Sie existieren nur noch an ganz wenigen Orten und alleine deswegen sollte man diesem speziellen Ort auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

8 | Staircase to the Moon

Ein ganz besonderes Naturspektakel, was es in Australien auch nur an der nördlichen Westküste zu sehen gibt, sind der/die Staircase/Stairway/Steps to the Moon, welche interessierte Beobachter vor allem an den beliebten Cable Beach in Broome locken. Von März bis Oktober kann man dieses Schauspiel zur Vollmondzeit bestaunen, wenn sich die Strahlen des aufgehenden Mondes auf den Pfützen des durch die Gezeiten zurückgehenden Meeres spiegeln und damit eine Lichttreppe zu dem natürlichen Satelliten illusioniert. Etwa 15 Minuten dauert dieses Phänomen an und bietet eine eindrucksvolle Kulisse mit Gänsehautpotential. Begleitet werden diese besonderen Abende zudem von einem hübschen Nachtmarkt am nahegelegen Town Beach.

9 | Nevenkitzel beim Bäumeklettern

Ein weiteres besonderes Erlebnis, welches in dieser Form wohl auch nur ganz im Süden der Westküste möglich ist und das Adrenalin durch die Adern schießen lässt, ist der Aufstieg auf alte, sehr hohe Feueraussichtsbäumen. Hier sind vor allem der Gloucester Tree (61 m) im gleichgenannten Gloucester National Park nahe Pemberton und der sich einige Kilometer weiter nördlich Richtung Manjimup liegende Diamond Tree (52 m) zu nennen. Bei den beiden riesigen Karri-Bäumen handelt es sich um ehemalige Aussichtspunkte, welche früher dafür dienten Waldbrände frühzeitig zu erkennen. Inzwischen wurden diese Bäume für Besucher präpariert. Diese können die Urwaldriesen über eine, durch einzelne Metallsprossen, steil angelegte Art „Wendeltreppe“ ohne jegliche Sicherung erklimmen. Beim letzten Stück in den Wipfel führt dann eine fast senkrechte aufgestellte Leiter in ein Baumhaus, von wo man fantastische Blicke über die umliegenden Wälder genießen kann. Eine unglaublich spannende Erfahrung, die Nervenkitzel garantiert und eine gehörige Portion Mut erfordert, aber somit auch lange in Erinnerung bleibt.

10 | Sonnenuntergänge

Jeden Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über dem Ozean abschließen – diesen entscheidenden Pluspunkt hat man weltweit an allen Westküsten auf allen Inseln im Gegensatz zu den Küstenregionen im Osten. Natürlich hat die Ostküste dafür ebenso tolle Sonnenaufgänge zu bieten. Aber wer hat schon Lust sich auf Reisen immer so früh morgens auf die Socken zu machen?! An der Westküste gibt es viele traumhafte und einsame Küstenabschnitte, an denen man bei einem spektakulären Sonnenuntergang über dem indischen Ozean einen sicherlich abenteuerlichen Tag Revue passieren lassen kann. Man kann jeden Abend die Atmosphäre genießen und an abgeschiedenen Stränden alle Probleme und Sorgen vergessen.

Sonnenuntergang am australischen Strand

11 | Pinke Seen und natürliche Kuriositäten

Äußerst spannend sind an der Westküste auch die natürlichen Kuriositäten. Auf dem Weg zum Kalbarri National Park fährt man zum Beispiel an einem See vorbei, der tatsächlich je nach Sonnenstand eine pinke bis violette Farbe besitzt. Die erstaunliche Wasserfarbe erhält der See durch Beta-Carotin erzeugende Algen. Ein verrückter Anblick! Ähnliche „pinke Seen“ gibt es noch im Süden Western Australias nahe Esperance. Nicht weit davon entfernt liegt das beschauliche Städtchen Greenough etwa 24 Kilometer südlich von Geraldton. Dieser Ort ist besonders für seine „Leaning Trees“ bekannt. Aufgrund der starken Küstenwinde neigen sich die Bäume hier um 90 ° und wachsen dann parallel zum Boden weiter. Sehr kurios und allemal ein paar Schnapsschüsse wert.

12 | Bessere Jobmöglichkeiten

Der letzte Punkt, der absolut für die Westküste als Reiseziel spricht, bezieht sich auf die Jobsuche als Work and Traveller. Denn hier gilt für arbeitsuchende Backpacker eine ganz einfache Gleichung: weniger Konkurrenz = bessere Jobchancen. Schätzungsweise nur knapp ein Viertel aller Work and Traveller verirren sich an die Westküste. Die geringere Backpackerdichte bedeutet zudem auch bessere Verdienstmöglichkeiten, da das Angebot einfach nicht so üppig ist wie an der größtenteils überlaufenen Ostküste und somit auch höhere Löhne gezahlt werden. Deswegen kann es durchaus auch ein Tipp sein, das Australien-Abenteuer an der Westküste zu beginnen, hier erst einmal ein wenig Geld zu verdienen und sich dann auf die Reise zu machen.

Fazit

Natürlich könnte man diese Liste fast noch endlos fortsetzen. Doch auch durch diese 12 Punkte sollte klar werden, dass die Westküste einige Besonderheiten zu bieten hat, die man im Rest Australiens nicht unbedingt erleben kann. Australiens Westküste mit seinen unberührten Stränden, wilden Nationalparks, der pulsierenden Metropole Perth und dem ursprüngliche Outback ist in jedem Fall eine Reise wert und es lohnt sich den weiten Weg von der Ostküste hierhin anzutreten. Sonst wird einem ein ganz außergewöhnlicher Teil Australiens verborgen bleiben und dies wird man möglicherweise noch lange bereuen.

>> Tipp: Schau dir unbedingt Teil 1 und Teil 2 der 10 Places to go in Australien an!

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